„Ich mache mir jetzt endlich mal Luft.“
„Aber pass auf, dass du keinen Zug bekommst.“
Dazwischengeworfenes (77)
Generalprobe Milchwald
Wie schon erwähnt, führen wir bald das Stück “Unter dem Milchwald” von Dylan Thomas auf..
BALD?
Quark!
Genau genommen stehen wir mit der Premiere schon heute auf der Bühne!!!
Naja, vor ein paar Stunden hatten wir auf jeden Fall Generalprobe und ich kann nur sagen:
Ich hoffe, dass das Gerücht stimmt, dass Premieren proportional besser werden, wie die Schauspieler die Generalprobe verkacken (man entschuldige bitte diesen Ausdruck),
denn dann werden wir morgen (nein, gleich!) eine super Show ablegen…
Manchmal ist Selbstbetrug einfach alles!
Weizsäcker ist das fehlende Puzzleteil
Ich habe mich vorhin mit einem jungen Bekannten unterhalten, der mir kundtat, dass er stark daran interessiert sei, sich nach der Schule vom Bund verpflichten zu lassen, dort auch eine Ausbildung zu machen und zwar zum Scharfschützen.
Wie kommt man denn bitte auf solche Gedanken???
Ich kann das nicht verstehen, habe dies natürlich auch gleich gesagt und ihm und mir gleichzeitig ein paar Fragen gestellt: Wie kann man denn fremde Menschen töten?
Antwort: Indem man das Hirn ausschaltet. Dementsprechend sind Soldaten oder Menschen von der Bundeswehr generell stolz darauf, kopflos zu handeln, und so was soll unsere Elite sein?
Es wurde vor allen Dingen in den Vordergrund gehoben, dass man nicht darüber nachdenken dürfe, dass diese Menschen gegenüber der eigenen Waffe evtl. Familie haben.
Aber mal im Ernst: Wie hoch ist denn schon die Wahrscheinlichkeit? Irgendeine, sich sorgende Mutter, oder Ähnliches haben doch wohl die meisten dort!!!
Dann schien es mir so, als wolle mein Gesprächspartner unterschwellig zum Ausdruck bringen, dass der Gegenüber es ja nicht lebenswert sei (sozusagen) und da kocht es bei mir dann über.
Der Gegenüber ist zwar bekloppt, aber nur, weil er die gleiche Entscheidung getroffen hat, wie diese Person!!!
Dann habe ich eine Theorie aufgestellt:
Es ist (meiner Meinung nach jedenfalls) nicht normal, sein Leben danach auszurichten, andere Menschen kaltblütig zu ermorden, dementsprechend muss da ja wohl irgendwas im Gehirn nicht so ganz richtig laufen (könnte ein Grund dafür sein, dass die das Hirn abstellen müssen!), also nicht “normal” sein.
Diesen Gedanken habe ich, wie die meisten meiner Gedanken, natürlich laut geäußert, woraufhin mir die Frage entgegenschallte, wer oder was denn bitte normal sei?!
Hier kam ich zu Weizsäcker, dessen Aussage “Es ist normal, verschieden zu sein” (verschieden trifft es hier recht gut, ich kenne nur Menschen, die anderen helfen wollen o.Ä., was für mich nachvollziehbar ist, ich kenne auch Menschen, die eine bestimmte Gruppe Menschen einfach nicht mag, das wiederum mag ich nicht, ist aber auch noch ansatzweise nachvollziehbar, wenn auch nicht richtig!) ich als sehr treffend empfand!
Es ist wohl wirklich normal, so unterschiedlich über geringfügige Dinge wie menschliche Leben zu denken…
Sei mal dahin gestellt…
Na, auf jeden Fall kam ich durch das Zitat auf geistige Behinderungen, weil dieses Zitat der Leitspruch der Lebenshilfe ist, welche sich hauptsächlich um geistig Behinderte kümmert.
Und -schwupp-, da hatte ich die Erkenntnis:
Soldaten haben einfach alle dermaßen einen an der Klatsche, dass es einer geistigen Behinderung mal mindestens sehr nahe kommt.
(Vielleicht sollte ich mich nach meiner Ausbildung dort mal bewerben? Ein Versuch wäre dieser Jux auf jeden Fall wert
)
Ich möchte nicht, dass das hier jemand in den falschen Hals bekommt, ich akzeptiere Menschen, die eine solche Entscheidung treffen, aber verstehen kann und werde ich das einfach nicht.
Dazu bin ich falsch gestrickt.
Ein Lied über die Edelweißpiraten
Sie saßen oft beim Märchensee am Lagerfeuer,
sie wollten leben, wie es ihnen gefiel.
Der neue Kurs im deutschen Land war nicht geheuer.
sie wollten frei sein mit Gesang, Gitarrenspiel.
Mit ihrer Kleidung nahmen sie’s nicht so genau,
ganz offen trugen sie das Edelweiß zur Schau und das war gut, sie hatten Mut.
Sie hatten nichts im Sinn mit braunen Nazihorden,
sie hielten nichts von dem Geschrei nach Heil und Sieg.
Was war denn nur aus ihrem Vaterland geworden?!
Man schürte offen den verbrecherischen Krieg.
Da gab’s nur eins zu tun: Befrein’ wir dieses Land,
da durfte keiner ruhn’: Wir leisten Widerstand! Sie hatten Mut und das war gut.
Da gab’s ‘nen Güterzug mit Kriegsmaschinen und Waffen
und was man sonst noch braucht für einen Völkermord.
Da machten sie sich an den Gleisen kurz zu schaffen,
der Zug erreichte niemals den Bestimmungsort.
Und Essensmarken vom Parteibüro der Stadt,
waren plötzlich weg und Zwangsarbeiter wurden satt.
Sie hatten Mut, sie hatten Mut.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen,
vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen,
vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Sie glaubten fest daran, daß sie den Sieg erringen,
sie glaubten fest daran: aus Schaden wird man klug.
Sie glaubten fest dran als sie zum Galgen gingen.
Sie glaubten fest daran als man sie vorher schlug.
Und diese Angt, die hinter jeder Folter steht,
die ist so groß, daß, man den besten Freund verrät.
Versteht man gut, versteht man gut.
Sie stehen heute noch auf manchen schwarzen Listen.
Ich möcht fast meinen heut’ ist’s wieder mal soweit.
In Amt und Würde sitzen wieder mal Faschisten.
Und zum totalen Krieg ist mancher schon bereit.
Nur seh ich Tausende – und das beruhigt mich sehr -
die zeigen offen das zerbrochene Gewehr! Denn das macht Mut, denn das macht Mut.
Und dann wird morgen schon eine neue Zeit anfangen,
und dann ist morgen schon der Spuk vorbei.
Dazwischengeworfenes (75)
Es ist keine Schande, in einer Sackgasse zu landen,
jedoch ist es eine große Schande, zu registrieren, dass man in einer Sackgasse gelandet ist
und nichts daran zu ändern.
Eine Dorf- bzw. Straßengemeinschaft
So nennt man das, wenn man gemeinsam Schnee schüppt bis zum Umfallen (ich habe innerhalb von zwei Tagen rund acht Stunden genau damit verbracht!).
Wir hatten wirklich einige bekloppte Themen, unter Anderem ging es darum, dass man solche Gemeinschaft nur auf dem Dorfe bekommen kann, nichtsdestotrotz war es keine wirkliche Dorfgemeinschaft, denn da hätte ein größerer Teil des Dorfes zugehört, sondern nur eine Straßengemeinschaft.
Wir hatten verhältnismäßig viel Spaß und nach der Arbeit sind wir zu einer Nachbarin gegangen, die uns mit Kaffee/ Tee und leckerem Kuchen versorgt hat!
Naja, aber diese Gemeinschaft hielt nicht lange,
gleich am nächsten Morgen habe ich mir den Wecker gestellt und stand um halb neun Uhr in der Früh mit der Schüppe in der Hand bereit.
Leider war ich wohl ein wenig spät dran und meine Nachbarn hatten schon so manches getan.
Und ich war dann die Doofe! Ich musste mir viel anhören! Ich sei doch so jung und sollte doch die Alten nicht verbrauchen, es gehöre sich wohl so, dass man mithelfe, wenn ich nicht ithelfen würde, würde man mein Auto mit Schnee zubauen und so weiter und so fort.
Auf mein schlagendes Argument hin, dass man ja einfach bei mir klingeln könne und dass ich sofort zur Hilfe eilen würde und dass ich ja nun da stünde eben um zu helfen, stieß auf taube Ohren.
So viel also zur Gemeinschaft…
Aber daran bin ich ja gewohnt, ich kenne das nicht anders…
Gaderobenständer spielen tragende Rollen
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles.
Die grundlegende Frage ist hier: Wovon genau macht man abhängig, wer Hauptrollen spielen darf???
Eine gute Frage…
Natürlich ist es nicht gerade von Nachteil, wen derjenige ein gewisses Maß an Talent hat, da stelle ich nicht in Frage, aber was ich in Frage stelle ist, inwiefern auch Ausstrahlung ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung ist bzw. sein sollte.
Was bringt es denn dem Publikum, wenn es eine gute Stimme auf der Bühne hört, aber nicht den Körper bzw. die Persönlichkeit dazu wahrnimmt? Dafür muss es nichts ins Theater, dafür gibt es Tonaufnahmen.
Komplizierter wird es dann noch, wenn es um etwas wie Musicals geht, da müssen die Darsteller nicht nur singen, sondern auch noch schauspielern können- ganz abgesehen von der Ausstrahlung, versteht sich!-, denke jedenfalls ich. Auch hier spalten sich die Meinungen offensichtlich, denn es soll auch Musicals geben, in denen leider nur die Stimme zählt…
Auch das bringt meiner Meinung nach nicht viel, aber wir werden mal sehen, wo das enden wird…
Dazwischengeworfenes (74)
Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund
zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit
leerem Kopf zu tun.
(Orson Welles)
“Thank you for being a friend”
Einem besonders goldenen Girl gewidmet, mit dem man singen und tratschen und heulen und so weiter kann.
THANK YOU!
Hier dann mal der gesamte Text, damit es beim nächsten Mal besser klappt
Thank you for being a friend
Traveled down the road and back again
your heart is true you’re a pal and a confidant
I’m not ashamed to say
I hope it always will stay this way
My hat is off, won’t you stand up and take a bow
And if you threw a party
Invited everyone you knew
You would see, the biggest gift would be for me
and the card attached would say,
Thank you for being a friend
Thank you for being a friend
Thank you for being a friend
Thank you for being a friend
If it’s a car you lack
I’d surely buy you a cadillac
Whatever you need, anytime of the day or night
I’m not ashamed to say
I hope it always will stay this way
My hat is off, won’t you stand up and take a bow
And when we both get older
With walking canes and hair of gray
Have no fear, even though it’s hardly here
I will stand real close and say,
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Let me tell you bout a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
And when we die, and float away
I’ll see you there, and once again
Thank you for being a
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
(I want to thank you)
Thank you for being a friend
Whoa, tell you about a friend
(Thank you right now, for being a friend)
Thank you for being a friend
(I wanna tell you right now, and tell you again)
Thank you for being a friend
(I wanna thank you, thank you, for being a friend)
Thank you for being a friend