Unsere Weisheit kommt aus unseren Erfahrungen. Unsere Erfahrung kommt aus unseren Dummheiten.
Aua Rücken
Ich habe einen höllisch schmerzenden Rücken und keine Ahnung, woher das kommt (natürlich weiß ich, dass das wohl unter anderem mit meiner Arbeit zusammen hängt, aber da ich schon seit über zehn Jahren Rückenschmerzen habe, kann es nicht einzig und allein an meinem Beruf liegen, es muss noch andere Gründe haben. Auch meine künstliche Bandscheibe kann eigentlich nicht der Grund sein, da die an einer anderen Stelle sitzt, als es in letzter Zeit dauernd schmerzt).
Da ich nicht viel von Ärzten halte, besonders nicht von meinem Hausarzt, der nichts kann und nichts weiß und einfach Rezepte ausstellt, was nicht immer Sinn der Sache ist, hat es eine Zeit lang gedauert, bis ich mich zur Praxis aufgerappelt habe.
Leider konnte mein Hausarzt, nebenbei auch Chiropraktiker, nicht genau feststellen, woran meine Schmerzen liegen und hat mir Schmerzmittel verschrieben, von denen wirklich alle Nerven absterben (dem Himmel sei Dank, so kann ich wenigstens wieder arbeiten) und mich zu einem Röntgenapparat verschoben.
Bin ja mal gespannt, was da wohl bei rumkommen mag…
Referate
ARGH!!! Ich bekomme eine Krise…
Es gibt da so ein Fach, in dem wir Referate halten sollten, die Gruppen und die Themen, sowie die Termine stehen schon seit gefühlten Jahren feststehen.
In diesem Fach unterrichtet ein Lehrer, der stark nach dem Prinzip „Friss oder stirb“ handelt, ich mag das und dementsprechend auch ihn.
Unter Anderem legte er fest, dass, wenn die Mitreferenten nicht erscheinen sollten, dass Referat halt alleine gehalten werden solle.
Auch das ist theoretisch eine gute Idee, wenn man aber eher faul veranlagt ist und die Vorbereitung ein wenig vor sich her schiebt, der Termin des Referats dann einfach zwei Wochen nach vorne gezogen wird und die zwei Mitreferenten nicht können, dann ist das kein gutes Omen.
Letztlich habe ich eine Nacht lang an dem Referat gearbeitet und habe dafür noch eine eins minus bekommen (das Minus wegen des schlechten Hand- outs, naja, lerne ich halt dazu).
Ungefähr zehn Minuten nach diesem Referat wurde ein neues verlost, welches direkt am nächsten Tag gehalten werden sollte.
Wenn wundert es, dass ich das wunderbare Glück hatte?
Letztlich saß ich mehrere Stunden mit meinem Lehrer da und habe das Referat mit ihm vorbereitet…
Naja, jetzt habe ich aber für`s Erste genug von Referaten.
Kunsten während der Arbeit
„Kunsten“ ist ein seltames Wort…
Da aber eine Schülerin das so genannt hat und ich finde, dass das Wort was hat, werde ich das so benutzen, in dem Wissen, dass es eigentlich unmgöglich ist…
Immer, wenn es auch nur ansatzweise um Kunst geht, wird ganz laut mein Name geschrien, in der Hoffnung, dass ich schon alles richten werde.
Und dann ist es egal, ob es ums Zeichnen, um Musik, um`s Schreiben oder um was auch immer geht…
Immer bin ich die Doofe, die daran glauben muss…
Auf der einen Seite erfreut mich diese Anfrage natürlich und streichelt natürlich auch mein Ego, auf der anderen Seite hingegen (und irgendwie ist diese Seite überwiegend) birgt das ziemlich viel Stress, denn ich will es ja gut machen und das mag wohl seine Zeit dauern und man hat bei solchen Aufgaben generell immer einen ziemlich naheliegenden Abgabe termin…
Naja, ich muss wohl mal lernen, nein zu sagen, sonst wird das nie was… Dafür muss halt mal mein Ego leiden…
Tanz der Vampire, ein Medley
(Teil 2)
Leser eins:
Aus den Gräbern und Ruinen
Werden Tote auferstehn.
Und alle Ängste werden war,
und alle Hoffnung muss vergehen.
Denn Ewigkeit ist
Langeweile auf Dauer.
Ein trostloser Kreislauf,
kein Anfang, kein Schluss.
Fort mit dem Stein
überm Abgrund des Schreckens!
Raus aus dem Grauen
Ins Glitzern der Welt!
Raus aus den Gräbern
Ins Leben der Stadt!
Hinein mit der Angst
In die Seele der Menschen!
Verändern heißt zerstörn.
Doch die Welt im Tageslicht
Hat keine jemals glücklich gemacht.
Bald stehn sie am Ende aller Zweifel.
Steckt den Himmel im Brand
und streut Luzifer Rosen!
Die Welt gehrt den Lügnern
und den Rücksichtlosen.
Wir machen eine Reise auf den Flügeln der Nacht
In die wahre Wirklichkeit,
In den Rausch der Dunkelheit.
Über Gräber und Ruinen
Werden Todesglocken halln.
Und alle Teufel steigen hinauf,
Und alle Engel müssen falln.
Jeder glaubt, dass alles einmal besser wird,
drum nimmt er alles Leid in Kauf.
Euch Sterblichen von morgen
Prophezei ich heut und hier:
Noch bevor das nächste Jahrtausend beginnt,
ist der einzige Gott, dem jeder dient,
die unstillbare Gier.
Eines Tages, wenn die Erde stirbt,
und der letzte Mensch mit ihr,
Dann bleibt nichts zurück
Als die öde Wüste
Einer unstillbaren Gier.
Leser zwei:
Folg mir nach, vertrau der Nacht!
Sie nur kann deine Seele retten.
Fluch dem Tag und seiner Macht!
Lös die Sehnsucht von allen Ketten.
Flieh vor dem, was dich bewacht.
Lass dir nicht deine Träume rauben!
Willst du lieber beten,
bist du grau und bitter bist?
Mach dein Herz bereit.
Ich lad dich ein zum Mitternachtsball.
Leser eins:
Gäb`s nur einen Augenblick
Des Glücks für mich,
nähm ich ewiges Leid in Kauf.
Doch alle Hoffnung ist vergebens,
denn der Hunger hört nie auf.
Wie immer wenn ich nach
Dem Leben greif,
bleibt nichts in meiner Hand.
Ich möchte Flamme sein
und Asche werden
und hab noch nie gebrannt
Ich will hoch und höher steigen,
und sinke immer tiefer ins Nichts.
Ich will ein Engel
oder ein Teufel sein,
und bin doch nichts als
eine Kreatur,
die immer dass will,
was sie nicht kriegt.
Doch immer, wenn ich
nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht.
Ich will die Welt verstehen
und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.
Ich will frei und freier werden,
und werde meine Ketten nicht los.
Ich will ein Heiliger
Oder ein Verbrecher sein,
und bin doch nichts als eine Kreatur,
die kriecht und lügt
und zerreißen muss,
was immer sie liebt.
Leser zwei:
Es zieht uns nahe zur Sonne
doch wir fürchten das Licht.
Wir glauben nur Lügen,
verachten Verzicht.
Was wir nicht hassen,
das lieben wir nicht.
Wir sind gekommen,
und bald gehört uns die Welt.
Wirklich ist nur, woran wir glauben.
Wir sind hungrig auf Verbrechen.
Wir sehnen uns nach Blut.
Wir leben nur für unsre Gier
Und nähren mit Gift unsre Brut.
Wir sind zum ewigen Leben verflucht.
Nichts macht uns satt.
Die Gier kommt nie zur Ruh,
denn die Leere in uns drin
wächst jeden Tag
Als wir versammelt warn
Beim letzten Mal,
war unsre
Mahlzeit ein Bauer,
ausgemergelt und bleich.
Ihr wart betrübt,
aber ich sagte euch;
Ist ein Jahr mager,
wird das nächste Jahr reich.
Wir, die ewig leben,
verzehrt die Sucht nach frischem Blut.
Haben wir je davon genug?
Wir wollen leben für die Gier
Und zu den Raubtiern gehörn.
Bald lähmt unser Gift
Die Gehirne der Menschen.
Bald sind wir die Herren
Dieser Erde!
Und die wahre Macht,
die uns regiert,
ist die schändliche,
unendliche,
verzehrende,
zerstörende
und ewig unstillbare Gier.
Geburt eines Vampires
Da ich schon nicht an der Lesung teilnehmen konnte, möchte ich wenigstens hier veröffentlichen, was ich so alles vorbereitet habe… (Teil1)
Du hast ein großes Wunder vollbracht.
Dein dunkler Biss brachte mir Leben zurück.
Ich tret nun ein in deine dunkle Nacht,
begleite dich ein Stück.
Jung war ich noch, als du mich wolltest,
Gabst mir Blut, nun bin ich dein.
Staunend seh` ich die Nacht, doch du solltest
mich lehren, was es heißt, so zu sein.
Dies neue Leben birgt Leben,
Leben so lang und doch nicht frei.
Muss mich dem Durst nun ergeben,
nie mehr zu ändern, es sei.
Werde in Dunkelheit leben,
die mich verzaubert schon lang.
Es wird keine Sonne mehr geben,
doch davor ist mir nicht bang.
Sprachlos seh` ich so viel Neues.
Körper, aus Mamor gehauen.
In dunkler Macht ohne Reue,
dir und der Nacht ich vertrau.
Werde der uns`ren zur Zierde,
dieses gelob` ich dir jetzt.
Wissend des Blutes Begierde
nie meine Liebe ersetzt.
Verehr` dich, mein schwarzer Gefährte,
bist für mich Schöpfer und Gott.
Lehrst mich nun ganz neue Werte,
brachtest mir Leben durch Tod.
Mache mich jetzt auf die Reise,
erst in dieser Welt.
Um dann zu kosten die Speise,
die mich am Leben hält.
Zur Vorführung
In unserem Haus wird es am Dienstag eine wundervolle Vorführung geben…
Warum? Ganz einfach: Manuel kommt, um irgendwelche Sachen abzuholen (By the way: Die muss ich dringend noch aus dem Keller holen, sonst springt mein Papa mir an die Gurgel). Und da er schon immer eine feige Sau war, kommt er nicht alleine, sondern mit Schützenhilfe in Form des Jugendamtes…
Dieses Jugendamt glaubt dem Scheißkerl noch immer und geht tatsächlich davon aus, dass meine Eltern schlecht mit ihren Pflegekindern umgehen.
Diesen Unterstellungen geben wir, so haben wir beschlossen, ironisches Futter.
Wenn die am Dienstag kommen, werde ich in der Kleidung meines Vaters herumlaufen, (denn laut Manuel musste er immer Papas Sachen auftragen, dass er Kleidung bekommen hat, die ungefähr fünfmal so viel wert war wie meine- weil ich auf Marken nicht so viel wert lege- wird mal schon unterschlagen), mich schön blass schminken (denn auf Gesundheit wird in diesem Haushalt bekanntlich nicht geachtet) und total unterwürfig wirken (da meine Eltern bekanntlich mit Gewalt zur Unterwürfigkeit erziehen).
Vielleicht versteht das Jugendamt diese Ironie, wenn nicht, wissen wir, dass Manuel neue Dumme gefunden hat und wir hatten wenigstens unseren Spaß.
Des Geldes wegen, aber will ich das?
Die Sache mit dem Kindergeld stellt sich als viel schwieriger heraus, als ich das zu Anfang vermutete.
Da meine biologischen Eltern leider Gottes weder verschollen, noch verstorben sind, muss der Kindergeldantrag von einem von ihnen gestellt werden.
Ich brauche dieses Geld ganz dringend, ohne ist das Überleben ziemlich schwierig…
Also muss ich mich, wohl oder übel, an einen meiner biologischen Elternteilen wenden, wenn ich irgendwie an Geld kommen möchte.
Die Wahl ist nach langer Überlegung auf den männlichen Part gefallen.
Es hat einige Zeit gedauert, bis ich wenigstens mal die aktuelle Adresse herausgefunden habe…
Ich persönlich habe ja die Ahnung, dass er versucht, unter zu tauchen, aber dafür habe ich letztlich keine Beweise.
Bei meiner vorletzten Arbeitsstelle habe ich gelernt, wie ich an Informationen komme, die man eigentlich gar nicht geben möchte…
Nun wird morgen, im Namen meines Papas, ein Brief losgeschickt, in der Hoffnung, dass das Ganze ohne Rechtsanwalt machbar ist… Denn auf Dauer kann ich seine Dienste nicht ohne Gegenleistung in Anspruch zu nehmen…
Aber wirklich glücklich bin ich nicht mit der Tatsache, dass ich nun gezwungenermaßen Kontakt zu dem Kerl aufnehmen muss…
Ich werde wohl damit leben müssen, auch wenn ich iwrklich Angst vor den Folgen habe!
Halloween in Köln
Köln- Karneval! Das gehört zusammen…
Und da es an Halloween ja auch nur noch um`s Verkleiden geht und das wiederum stark mit dem werten Karneval zusammenhängt, dachte ich, dass mich in Köln eine fette Sause erwarten würde…
Tja, eindeutig falsch gedacht…
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass selbst in der kleinen Stadt in meiner Nähe mehr los war als in Köln, wenn man mal das Chaos wegen des vorausgegangen Fußballspiels.
Meine Enttäuschung hielt sich, dank der tollen Menschen, mit denen ich letztlich gefeiert habe, in Grenzen.
Es war toll, mein altes Volleyballteam mal endlich wieder zu sehen und ordentlich zu feiern.
Ich war zwar schon immer was jünger als alle andern, aber das hat uns noch nie etwas ausgemacht und wer in einem solchen Haus wohnt wie Hackes, der muss es auch ordentlich vorführen, das hat er getan!
Außerdem war es wundervoll, dass diese Freundschaften allesamt so grandios funktionieren obwohl wir uns nur so selten sehen (oder ist das genau der Knackpunkt? Ich muss gestehen, dass mir das ziemlich egal ist, solange es funktioniert).